Montag, 11. Dezember 2017

[Rezension] Schänderzorn



Joseph Miles hat Menschen getötet, zerstückelt und Teile ihrer Leichen gegessen. Geleugnet hat er diese Morde nie. Doch er behauptet, selbst nur ein Opfer zu sein …

Seit acht Jahren vegetiert Joseph nun in einem Hochsicherheitsgefängnis. Die Wärter zwingen ihn wieder und wieder zu bestialischen Todesspielen.
Doch Joseph ist kein Monster. Er ist überzeugt, dass er als Kind von einer Art Serienmörder-Tollwut angesteckt wurde.
Um Heilung zu finden, muss er aus dieser Hölle entkommen. Das Fotomodell Selene will Joseph dabei helfen. Sie ist wie besessen von ihm. Doch wieso?




Wrath James White ist ein ehemaliger Kickboxer (World Class Heavyweight) und Trainer für unterschiedliche Kampftechniken. Er lebt mit seiner Frau in Austin, Texas. Wrath hat drei Kinder: Isis, Nala und Sultan.
Wrath (Zorn) schrieb mehrere Romane, die zu den brutalsten und erschütterndsten zählen, die jemals in Amerika erschienen. Zusammen mit dem »Meister des Extreme Horror« Edward Lee schrieb er Der Teratologe.
Schänderzorn fängt da an, wo der erste Teil, Schänderblut, aufgehört hat. Daher ist man auch sofort wieder in der Geschichte drin und braucht nicht lang um sich zurecht zufinden.
Auch die Spannung und der Ekel kommen in diesem Buch nicht zu kurz. Zwischendrin gibt es immer wieder Rezepte, wie man ein »Langschwein« (einen Menschen) zubereiten kann, was den Ekelfaktor noch steigert.
Der Autor schafft es auch immer wieder gute Unterhaltung zu bieten.
Dazu kommt, dass der Psychopat in diesem Buch - und das ist Joe  Miles nun einmal - trotz allem sympatisch wirken zu lassen. Durch seinen inneren Kampf entfindet man teilweise sogar Mitleid mit ihm.
Man kann sich als Leser auch in die anderen Protagonisten hineinversetzen und die Handlungen nachvollziehen.
Zeitweise ist es wirklich sehr brutal und ekelhaft, wobei man jedoch auch einen guten Einblick in die Gedanken des Monsters bekommt.

Was mir nicht so gefallen hat, war dass die meiste Zeit des Buches im Gefängnis spielte. Für mich hätte sich die Handlung ruhig früher außerhalb des Gefängnisses abspielen können.
Schade war auch, dass das Ende einfach zu schnell kam. Plötzlich ging alles Schlag auf Schlag und mit einem Mal war das Buch zu Ende.
Es lässt jedoch auch hoffen, dass es einen weiteren Teil geben wird. 

Eine schöne blutige, ekelige und brutale Fortsetzung von Schänderblut. Wrath James White macht sich wieder alle Ehre.
Cover: 4/5 Eulen: Es ist ansprechend gestaltet, aber es fehlt das gewisse Etwas.

Inhalt: 4/5 Eulen: Die Geschichte spielte für meinen Geschmack einfach zu lange im Gefängniss

Schreibstil: 5/5 Eulen: Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und unterhaltsam

Spannung: 4/5 Eulen: Die Zeit im Gefängniss war leider etwas langatmig und es passierte oft das gleiche.

Charaktere:5/5 Eulen: Man kann sich immer gut in die Protagonisten hineinversetzen

Insgesamt vergebe ich gute 4 von 5 Büchereulen:
Rezension von 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit absenden des Kommentars, stimmen Sie den Datenschutzbestimmungen dieses Blogs zu.

Diese Woche