Freitag, 22. Dezember 2017

[Rezension] Neanderthal

Waren sie die besseren Menschen?

Deutschland in der Zukunft. Krankheiten, Schönheitsfehler und Suchtprobleme sind abgeschafft, Gesundheit ist das höchste Ideal. Eine Welt, in der sich Kommissar Philipp Nix nur schwer zurecht findet. Als er eines Tages auf eine seltsam aussehende Leiche stößt, führt ihn das zu einem grausigen Massengrab in einem Tal bei Düsseldorf. Sind es Neandertaler? Aber warum sind die Überreste nur dreißig Jahre alt? Nix' Ermittlungen enthüllen einen Skandal, der die Gesellschaft der Zukunft in ihren Grundfesten erschüttert …



Jens Lubbadeh hat während seiner Diplomarbeit ein Jahr lang tapfer Elektroden in Fliegenhirne gestochen. Ziemlich bald merkte er, dass er lieber über spannende Experimente schrieb, als sie selbst zu machen. Er ist Journalist und arbeitet für viele verschiedene Wissenschafts- und Technik-Magazine. 2013 gewann er für seine Arbeit den Herbert Quandt Medien-Preis. Bei seinen Recherchen kommen ihm die Ideen für seine Romane. Jens Lubbadeh lebt in Hamburg.
Ich musste dieses Buch haben, weil ich das Thema einfach sehr interessant fand. Der Einstieg viel mir dadurch auch recht leicht. Erschreckend ist, dass vieles nicht durch zukünftige Technoligie beschrieben wurde, sondern mit bereits existierenden Sachen. Dadurch macht es die Geschichte so greifbar und realitätsnah, was einen schon schokieren kann.
Die Handlung ist rasant und ständig passiert etwas. Manchmal kann dies ziemlich verwirrent sein, vor allem auch deswegen, weil die Hauptprotas ein paar mal wechseln.
Dies passiert nicht so, dass einfach nur aus einer anderen Sicht geschrieben wird, nein der Hauptprotagonist wird komplett ausgetauscht.
Für den ein oder anderen (so wie für mich) kann das schon sehr schwierig sein. Allerdings ist das auch der Geschichte geschuldet und man kann schon einsehen, dass es so sein muss, um eben auch alle Facetten aufzeigen zu können.
Für mich ist dies jedoch sehr schwierig, denn man muss sich wirklich drauf einlassen können, was mir persönlich sehr schwer viel.
Als der Protagonist das erste Mal wechselte, hatte ich wirklich zu tun, die Geschichte weiter zu verfolgen. Irgendwann gelang mir das wieder und die Protas wechselten wieder. Ab da konnte ich mich nicht mehr wirklich auf die Charaktere einlassen.

Jens Lubbadeh hat eine aussergewöhnliche Zukunftsvision erschaffen, die teilweise erschreckend realistisch wirkte.
Cover: 5/5 Eulen: Das Cover passt perfekt zur Geschichte

Inhalt: 3/5 Eulen: Die Geschichte an sich ist gut durchdacht, doch das Wechseln der Protas machte es mir nachher schwer der Geschichte zu folgen

Schreibstil: 4/5 Eulen: Der Autor hat einen bildlichen Schreibstil.

Spannung: 4/5 Eulen: Es gab einige wirklich überraschende Wendungen.

Charaktere: 3/5 Eulen: Das mehrmalige Wechseln der Protagonisten machte es mir kaum möglich eine Bindung zu ihnen aufzubauen.

Insgesamt vergebe ich für dieses Buch 4 von 5 Büchereulen.


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