Freitag, 20. Oktober 2017

[Rezension] Queer - Ganz normal verrückt

Ben versucht verzweifelt, sein Leben in den Griff zu bekommen, dass völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Doch auch der Einzug in die betreute WG bringt nicht die erhoffte Besserung, denn die anderen Bewohner schleppen genauso viele Probleme mit sich herum wie Ben. Und Ben scheint das Chaos magisch anzuziehen. Die Situation droht erneut zu eskalieren - wäre da nicht Luka, der Typ aus der Parallelklasse. Luka ist anders. Er ist hübsch, smart und selbstbewusst. Erst durch die Gefühle, die er in Ben weckt, spürt der, was es heißt, zu leben. Aber auch der Weg, den Luka beschreitet, ist manchmal steinig.


Simon Rhys Beck ist Autor und Verleger, geboren 1975. Nach einem Magisterstudiengang gründete Beck 1999 den dead soft Verlag (damals noch Alter Ego), zunächst aus rein egoistischen Gründen. "Gay Romance" - das gab es zu der Zeit noch nicht in Deutschland. Mittlerweile schreiben über 50 deutschsprachige AutorInnen für dead soft.
Der Verlag hat sich auf Gay Literatur spezialisiert - vom Krimi bis zum Science-Fiction Roman, aber vorwiegend Lovestorys.
In diesem Genre sind auch Becks eigene Titel beheimatet.
Erstmal muss ich sagen, dass ich bei der Reihe Junge Liebe vom Himmelstürmer Verlag immer ein wenig Kritisch bin, weil die Charaktere meistens Minderjährig sind aber des Öfteren ziemlich erwachsen beschrieben werden (sowohl körperlich als auch geistig). Zudem werden auch die „Bettszenen“ verschönt. Da für Junge schwule kaum öffentliche
Aufklärungen gibt, geben solche Szenen schnell den Eindruck, dass der Act nichts Besonderes ist oder dass es ziemlich einfach zu Händeln ist.
Nun zum Buch J :
Der Schreibstil ist Flüssig und die Geschichte ist eine Lovestory mit kleinen Höhen und Tiefen. Die Story Line liest sich wie ein ruhiger Fluss der ab und zu mal ein klein wenig stürmisch wird.
Für meinen Geschmack besitzen die Charaktere zwar Charme aber es fehlt ihnen etwas an Tiefgang.
Was mich auch gestört hat ist, dass das Ende ziemlich abrupt kam, so als hätte der Autor plötzlich keine Zeit mehr oder ihm verging die Lust.
Kann man lesen aber man hat nix verpasst, wenn man es nicht liest. Da die Seitenzahl nicht mal die 200 erreicht ist das Buch ein kleiner Snack für zwischen durch.
Cover: 3/5 Eulen: Zwei gutaussehende Typen und ein paar Blitze.

Inhalt: 3,5/5 Eulen: Eine Gute Lovestory, die sich in eine Reihe von vielen einreiht

Schreibstil: 5/5 Eulen: Sehr flüssig

Spannung: 3/5 Eulen: Ein seichter Spannungsbogen der ab und zu einen kleinen Höhepunkt erreicht

Charaktere: 3/5 Eulen: Bis auf ein paar kleinen Einblicke in Benjamins Vergangenheit gibt es kaum Hintergrundinformationen zu den einzelnen Charakteren.


Ich gebe ins Gesamt gebe ich 3,5/5 Eulen für dieses Buch:
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